Maria Laach’te nicht

Mit 2:1 verlor die SG Hochwald gegen die SG Eintracht Mendig-Bell ihr letztes Vorrundenspiel in der Rheinlandliga und schließt die Hinrunde mit 19 Punkten auf der Habenseite auf einem guten 13. Tabellenplatz ab. Es können im Nachholspiel gegen EGC Wirges (wahrscheinlich 14.11. oder 21.11.) noch weiter Punkte hinzukommen, sodass das Team von Fabian Mohsmann und Robin Mertinitz voll im Soll-Ziel Nichtabstieg liegt. Und das ist es, was neben dem attraktiven SGH Fußball und der großen Fangemeinschaft zählt.

Das gestrige Spiel unweit von Maria Laach, war ein hochinteressantes Spiel mit großem Unterhaltungswert und göttlichem Beistand. Allerdings kommt es hier auf die jeweilige Sichtweise an. Es sollte für die SGH zum wiederholten Male nicht sein, ein in der ersten Halbzeit offen gehaltenes Spiel mit einer 1:0 Halbzeitführung konstant über die Runden zu bringen. Mendig war die aktivere Mannschaft, doch Hochwald hielt die ersten 50 Minuten bravourös dagegen und ging in der 37. Minute nach einem sauber vorgetragenen Spielzug über Peter Irsch durch Julian Barth in Führung. Insgesamt spielten die Jungs auf kargem Boden, was auf dem rutschigen und abgenutzten Geläuf im schönen Junkers Proff Gelände  auch verständlich war. Die zweite Halbzeit begann für die Hochwälder wieder sehr vielversprechend und in der 48. Minute hatte Benni Haas das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Schrägschuss zischte knapp am rechten Pfosten vorbei. Danach kam ein riesen Bruch ins Spiel er Gäste. Die Lavastädter spielten schneller, sicherer und produzierten sich Chancen über Chancen. In einer Aktion schafften sie es nach einem Lattenkracher von Gilles nicht den Ball über die Linie zu drücken, sondern brachen das Kunststück fertig, freistehend im Nachschuss zweimal den Pfosten zu treffen.  Spätestens jetzt war es an der Zeit, im nahe gelegenen Kloster Maria Laach SGH Kerzen anzuzünden. Nur dumm, dass auch die Mendiger die gleiche Kerzen Hoffnung hatten. Die Frage war nun, wer hatte den besseren Draht zum Fußballgott. In der 56. Minute wurde diese dann schnell beantwortet. Einen sicheren SGH Ball wurde im Abwehrbereich vertändelt, anstatt einfach mit einem Flugball aus dem eigenen Drittel herauszuschlagen und Joachim Akwapay bedankte sich mit dem Ausgleich. Als dann Mendigs Kapitän Florian Schlich einen Foulelfmeter in den Himmel setzte, schickte man aus SGH Sicht gleich ein paar Dankesgebete nach. Mendig gab eindeutig den Ton an, und doch hätten die Gäste das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden müssen, als zuerst Sebastian Dengler seinen dicken Onkel nicht zum einschieben des Ball über die Linie überreden konnte oder Matthias Burg freistehend aus 10 Metern in der Box ausrutschte, bevor er nur ins leere Tor hätte einschieben müssen. Und wieder wurden Kerzen angezündet, zum einen für das große Glück der Mendiger und zum anderen der Angriffpower der Gastgeber standzuhalten. Das Endergebnis folge dann in der 84. Minute auf dem Fuße von Milan Rawert,  der einen blitzsauberen Konter nach einem langen Befreiungsball der Mendiger über den starken Björn Gilles abstaubte und die Mendiger Himmelschöre sangen bis zum Schlusspfiff des sicheren Schiedsrichters Richard Kochanetzki ihr Jubellied. Aus SGH Sicht sollte es nicht sein, gegen einen richtig guten Gegner Punkte mit in den Hochwald zunehmen. Mendig gewann sein Spiel letztendlich auch Dank des besseren Drahtes nach oben und sicheren Spielweise mit präzisen langen Bällen verdient. Maria Laach’te nicht über den bisherigen SGH Saisonverlauf, sondern ist mit dem Ergebnis der Hinrunde sehr zufrieden. Schließlich haben ein paar Kerzen noch nie geschadet!

Aufstellung: Jan Niklas Koltes – Lukas Thinnes, Daniel Baumeister (74. Patrik Dres), Sebastian Dengler, Rene` Mohsmann, Julian Barth, Andi Müller (64. Kevin Keck),  Benni Haas, Robin Mertinitz, – Peter Irsch, Matthias Burg

Tore: 0:1 (15.) Mike Neumann

Schiedsrichter: Richard Kochanetzki (Koblenz)

Assistenten: Manuel Mück, Axel Bach

Zuschauer: 104

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